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Abwehrkräfte

In der kalten Jahreszeit ist der menschliche Organismus besonders anfällig für Erkältungskrankheiten und Infekte im Bereich der oberen Luftwege.

Kostenlose Tipps

Unser Immunsystem läßt sich stimulieren durch ganz einfache Tricks: z. B. durch viel Bewegung an der frischen Luft, gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen, Wechselduschen oder Saunagänge, ausreichend Schlaf, gute Laune und eine positive Lebenseinstellung.

Hilfe aus der Natur

Zusätzlich gibt es Mittel aus der Natur, die die körpereigene Abwehr gezielt unterstützen können. Bei bestehenden Infekten eignen sich diese Pflanzenwirkstoffe, um die Krankheitsdauer zu verkürzen.

Empfehlenswert ist die Anwendung, wenn sie sofort bei den ersten Anzeichen eingenommen werden.

Gegenanzeigen

Sind die Krankheitssymptome bereits stark ausgeprägt (z. B. hohes Fieber), ist von der Einnahme eines pflanzlichen Immunstimulanz abzuraten. Generell sollten Kinder unter zwei Jahren und Menschen mit Autoimmunerkrankungen, AIDS oder Allergien keine pflanzlichen Immunmodulatoren einnehmen.

Keine Daueranwendung

In jedem Fall sollte nach etwa sechs Wochen ständiger Einnahme spätestens eine Pause eingelegt werden.

Der Sonnenhut

Ein sehr bekannter Pflanzen-Vertreter ist der Sonnenhut. Vom Sonnenhut gibt es viele verschiedene Arten. Medizinische Verwendung finden jedoch nur der Purpurfarbene Sonnenhut (Echinacea purpurea) und der Bläßliche Sonnenhut (Echinacea pallida). Indianerstämme der Sioux und Omaha in Nordamerika verwendeten den Sonnenhut schon seit Jahrhunderten in ihrer Volksmedizin. Sowohl zur Wundheilung als auch bei fieberhaften Erkrankungen nutzten die Indianerfrauen den Pflanzenbrei aus zwischen Steinen zerquetschten Echinacea-Pflanzen.

Sonnenhut-Medikamente

Das bekannteste Arzneimittel aus Sonnenhut ist Echinacin®. Es besteht zu 80% aus dem Preßsaft des frischen Purpursonnenhutkrautes.

Dieses Medikament ist besonders intensiv erforscht worden. Untersuchungen an Sportlern haben einen eindeutig positiven Einfluß auf die immunologischen Parameter (Interleukine) gezeigt. Auch wird die Zahl der weißen Blutkörperchen durch die Einnahme von Echinacea-Preßsaft gesteigert. In Studien konnte eine verkürzte Krankheitsdauer bei Erkältungen nachgewiesen werden, wenn die Einnahme rechtzeitig, d. h. bei ersten Anzeichen einer akuten Erkältung begonnen wurde.

Besonders bewährt haben sich die Medikamente aus Sonnenhutpreßsaft bei häufigen oder wiederkehrenden Infektionen der Atemwege und der Harnwege. Die Infekthäufigkeit und der Schweregrad von Infekten wurden dadurch vermindert.

Alternative Anbieter sind z. B. Echinacea Ratiopharm.

Imupret® N

Häufige Anwendung findet auch das pflanzliche Kombinationsarzneimittel Imupret® N. Es wird hergestellt aus Eibischwurzel, Eichenrinde, Kamillenblüten, Löwenzahnkraut, Schachtelhalmkraut, Schafgarbenkraut und Walnussblättern.

Traditionell aufgrund langjähriger Anwendung eingesetzt, nimmt man es bei ersten Anzeichen und während einer Erkältung, z. B. Kratzen im Hals, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Hustenreiz.

Diese besondere Kombination vereinigt antientzündliche, antibakterielle, abschwellende Wirkungen mit der Stimulation und Stärkung der Abwehrkräfte.

Andere pflanzliche Immunmodulatoren

Andere verwendete Pflanzen zur Stärkung der Abwehrkräfte sind Lebensbaum (Thuja occid.), Eisenhut (Aconitum - nur in der Homöopathie), Wilder Indigo (Baptisia tinct.), Ginseng und Sibirischer Ginseng (Eleuterococcus).Sie werden miteinander kombiniert (z. B. in Esberitox®) oder je nach Wirkung auch als Einzelsubstanzen angewandt.