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Cholesterin lebensnotwendig und gefährlich

In den Nachkriegsjahren klangen Begriffe wie Diabetes, Cholesterin und Arterienverkalkung noch exotisch oder betrafen nur Wohlhabende. Heute gehören sie zum festen Bestandteil unseres Sprachgebrauchs.

Oft tragen wir die Krankheitsneigung schon mit unseren Erbanlagen im Körper. Oder aber Erkrankungen sind das Ergebnis unserer Ernährungs- und Lebensgewohnheiten (zu wenig Bewegung, Rauchen, Überernährung usw.). Bei all diesen Fragen begegnet uns immer wieder auch der Begriff: „Cholesterin“, ein Stoff der lebensnotwendig und doch gefährlich sein kann.

Cholesterin – seine Bedeutung in unserem Körper

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die überall in menschlichem und tierischem Gewebe vorkommt. Für unseren Körper ist es eine lebenswichtige Grundsubstanz als unverzichtbarer Baustein unserer Zellen. Ohne sie kann unser Organismus nicht bestehen.

Verschiedene Hormone wie Cortison, aber auch Sexualhormone benötigen Cholesterin als Ausgangsstoff. Es ist weiterhin für den Aufbau von Vitamin D3 notwendig, das für ein stabiles Knochengerüst sorgt.

Ohne Cholesterin würde auch unsere Fettverdauung nicht funktionieren, denn auch hier dient es als Grundbaustoff für die Bildung von Gallensäuren.

Weil dieser Stoff so bedeutungsvoll für viele Stoffwechselvorgänge ist, wird er in unserem Körper selbst produziert. Cholesterin wird in der Leber hergestellt (1-2 g pro Tag) und dort auch wieder abgebaut Zusätzlich gelangt Cholesterin über die tägliche Nahrung in unseren Körper.

Gutes und schlechtes Cholesterin?

Cholesterin ist nicht wasserlöslich, deshalb wird es in der Blutbahn in einer Eiweißhülle transportiert. Diese sogenannten „Lipoproteine“ (Fett-Eiweiß-Komplexe) teilt man nach ihrer Dichte (niedrige Dichte = LDL, hohe Dichte = HDL) ein. LDL ist die Haupttransportform des Cholesterin im Blut.

Kommt es zu erhöhten Konzentration lagert es sich an den Wänden unserer Blutgefäße ab. Mit der Zeit werden unsere Gefäße immer enger. Diesen Zustand bezeichnet man als Arteriosklerose, im Volksmund auch Arterienverkalkung.

Kommt es durch ein Blutgerinsel (Thrombus) zu einem Verschluss, so ist die Blutversorgung einzelner Bereiche im Körper nicht mehr möglich. Je nach Region kann das klassische Bild eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls entstehen.

Das bedeutet: Zuviel LDL ist schlecht!

Unser Körper kann aber auch gegensteuern. Dafür nutzt er das HDL. Diese Lipoproteine binden das LDL, bzw. entfernen bereits eingelagertes Cholesterin aus den Gefäßwänden und transportieren es zurück zur Leber. Hier wird es abgebaut und ausgeschieden. Das bedeutet: Viel HDL schützt unsere Gefäße vor Verkalkung. Wir sprechen von dem „guten“ Cholesterin.

Wie entstehen hohe Cholesterinwerte?

Beim gesunden Menschen sind die körpereigene Bildung und der Abbau des Cholesterins von der Nahrungsaufnahme abhängig. Wird wenig Cholesterin zugeführt, steigt die Eigenproduktion. Ist aber mehr Cholsterin im Essen, wird der Abbau beschleunigt und die Produktion gedrosselt. So weit ganz genial.

Natürlich kann es bei ungesunden Ernährungs- und Lebensgewohnheiten trotzdem zu einem Cholesterinüberschuß kommen. Übergewicht und Bewegungsmangel haben zum Beispiel einen ungünstigen Einfluß. Zu wenig körperliche Bewegung senkt das „gute Cholsterin“ (HDL). Hoher Alkoholkonsum steigert ebenso die schlechten Cholesterinwerte.

Ballaststoffreiche Ernährung (Obst und Gemüse) wirkt dagegen positiv. Diese faserreichen Stoffe senken den Cholsterinblutspiegel.

Doch auch normalgewichtige, sportliche Menschen können überhöhte Cholesterinwerte haben. In solchen Fällen bildet der Körper (genetisch bedingt) oft zuviel Cholesterin.

Bei krankhaft erhöhten Cholesterinwerten im Blut wird in der Regel ein Medikament vom Arzt verordnet, dass die überhöhte Cholsterinbildung hemmt.

Aber auch die Psyche spielt mit. Streß und anhaltender Ärger oder Angst und psychische Belastungen können sich negativ auf unsere Blutfettwerte auswirken.

Als Faustregel gilt: Mit jedem Prozent Cholesterinsenkung reduziert sich das Risiko für Herzgefäßerkrankungen um 2%.

Was tun bei erhöhtem Cholesterin?

Ein hoher Blutfettspiegel „wächst“ nicht über Nacht. Er ist meist das Ergebnis jahrelanger Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten die sich nicht von heute auf morgen ablegen lassen. Ziel der Behandlung von Blutfettwerten (Cholesterin- und Triglyceridwert) ist es Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen. In jedem Fall sollten Sie ärztlich verordnete Medikamente regelmäßig einnehmen.

Spaß und Entspannung in der Freizeit, zum Ausgleich Bewegung bei einer Ausdauersportart, dazu eine maßvolle bewusste Ernährung mit frischem Obst und Gemüse als Ballaststoff- und Vitaminspender sind schon ein guter Anfang.

Zeitweise wurden Butter und Eier wegen des Cholesteringehaltes verteufelt. Allerdings hat sich gezeigt, dass eine cholesterinarme Diät oft wenig Wirkung zeigt.

Gesunde Fette sind ungesättigte Fette, insbesondere die Omega-3-Fettsäuren. Sie sollten bevorzugt werden. Pflanzliche Fette und Kaltwasserfisch sind reich an ungesättigten Fettsäuren. Wer es nicht schafft, dreimal pro Woche Fisch zu essen, findet in hochdosierten Fischölkapseln eine Alternative (LINK FISCHÖL). Diese beeinflussen unsere Blutfettwerte positiv, insbesondere das Verhältnis des „guten Cholesterins“ (HDL) zum „schlechten“. Und die Fließeigenschaften des Blutes verbessern sich. Das Blut wird dünnflüssiger, neigt weniger zu Thrombosen, das Risiko an einer Arteriosklerose zu erkranken, wird gesenkt.

Weiterhin helfen pflanzliche Arzneimittel sehr gut, wenn sie langfristig und regelmäßig eingenommen werden. Bekannt sind dafür der hochdosierte Knoblauch- (z. B. Kwai® forte) und hochdosierte Artischockenpräparate (z. B. Hepar® SL forte 600) können Blutfettwerte deutlich (in Studien bis 20 %) senken.

Auch mit dem Direktsaft der Aroniabeere sind bei Untersuchungen Senkungen der Cholesterinwerte erzielt worden. (LINK Aronia)