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Apotheke Plauen · Telefon (03741) 442014
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Fit für den Urlaub

Zum Gelingen einer jeden Reise gehört eine gewissenhafte Reisevorbereitung. Auch die gut sortierte Reiseapotheke darf nicht fehlen. Sie sollte dem Reiseziel, der Reisedauer, dem Reisestil und Ihren individuellen Bedürfnissen angepasst sein.

Reiseimpfungen

Planen Sie eine Fernreise, dann suchen Sie möglichst rechtzeitig, d. h. 8 bis 10 Wochen vor der Abreise, Ihren Arzt auf. Dies gilt vor allem, wenn Sie in warme oder tropische Länder reisen und dort voraussichtlich unter mangelhaften hygienischen Verhältnissen leben werden.

Manche Schutzimpfungen, etwa gegen Hepatitis A, Diphtherie oder Tetanus, müssen wiederholt oder in zeitlichem Abstand von einander durchgeführt werden.

Aktuelle Impfempfehlungen finden Sie im Internet z. B. hier[LINK: http://www.fit-for-travel.de]

Wer von Ihnen einen Urlaub außerhalb des Winters im süddeutschen Raum, in Österreich, der Schweiz oder Südtirol plant, sollte sich gegen FSME (von Zecken übertragene Hirnhautentzündung) impfen lassen.

Lange Reisen

Steht Ihnen ein langer Flug oder eine anstrengende mehrstündige Bus- oder Autofahrt bevor?

Langes Sitzen beeinträchtigt die Durchblutung der Beine. Durch folgende Maßnahmen kann das verbessert werden:

  • Schränken Sie Ihre Beinfreiheit nicht zusätzlich durch das Handgepäck ein.
  • Trinken Sie ausreichend, aber nur alkoholfreie Getränke.
  • Bei Venenleiden empfiehlt sich das Tragen von Stütz- bzw. Kompressionsstrümpfen. Einige Anbieter haben spezielle Reisekniestrümpfe dafür entwickelt.
  • Nutzen Sie sich bietende Gelegenheiten zur Bewegung, für Muskellockerungen oder spezielle Venengymnastik (z. B. Treten auf der Stelle).

Entsprechende Broschüren liegen in der Apotheke für Sie bereit.

Reiseübelkeit

Menschen, die an Reiseübelkeit leiden oder länger auf See sind, sollten ein entsprechendes Präparat in der Reiseapotheke mitführen. Wichtig ist, die Medikamente möglichst vor dem Auftreten von Symptomen einzunehmen.

Gelegentlich reicht es aus, sich bequem hinzusetzen, einschnürende Kleidung zu lösen, tief durchzuatmen, um genügend Lüftung zu bitten oder einen Apfel zu essen.

Einige dieser Mittel können müde machen und daher auch die Fahrtauglichkeit einschränken.

Erkältungen

In tropischen Flachländern ist es tagsüber meist heiß und feucht, hingegen nachts, wie auch in klimatisierten Räumen oder im Flugzeug, empfindlich kühl (Pullover nicht vergessen).

Mittlerweile sind auch die meisten PKW mit Klimaanlage ausgestattet. Manche Erkältungskrankheit wird dadurch verursacht. Meist beginnt es mit Schluckbeschwerden

Daher ist es ratsam auch im Sommer an die Erkältungsmittel für die Reise zu denken. Dazu gehören ein Fieber- und Schmerzmittel, Lutschpastillen gegen Halsschmerzen sowie Mittel gegen Husten und Schnupfen.

Sonnenschutz

Gehen Sie in den ersten Tagen nur allmählich an die Sonne. Sonnenhut und Sonnenbrille mit ins Reisegepäck!

Benutzen Sie anfangs eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, vor allem für Gesicht, Schultern und Dekolleté. Beim Baden empfiehlt sich eine wasserfeste Variante.

Ernährung

Andere Länder, andere Sitten, andere Küche. Viele reagieren besonders in den ersten Tagenihres Aufenthaltes mit Magenverstimmung, Verstopfung oder Durchfall. Ein paar Magentropfen oder ein Medikament gegen Durchfall sollte dabei sein.

Meiden Sie in diesen südlichen Ländern Getränke mit Eiswürfeln, offenes Speiseeis und offene Kaltgetränke.

Trinkwasser sollten Sie nur abgekocht genießen. Für Safari-Urlauber gibt es spezielle Möglichkeiten, z. B. Trinkwassermikrofilter. Ansonsten ist es besten, in Flaschen abgefülltes Mineralwasser zu benutzen, auch zum Zähneputzen.

Malaria-Schutz

Führt Sie Ihre Reise in Gebiete wie Afrika, Asien oder Lateinamerika ist unbedingt an die Malaria-Prophylaxe zu denken. In Absprache mit dem Hausarzt oder einem Tropenmediziner muss der Urlauber rechtzeitig, d.h. spätestens eine Woche vor Start mit der Prophylaxe beginnen.

Zusätzlichen Schutz bietet das Tragen von langen Hosen, langärmeligen Hemden oder Blusen, das Auftragen von Mücken abwehrenden Mitteln (Repellents) auf die Haut und das Schlafen unter Moskitonetzen.

Vergessen Sie nicht: Bei grippeähnlichen Erkrankungen ist, trotz Malaria-Prophylaxe, auch noch nach Wochen bzw. Monaten ein Malariafall nicht ausgeschlossen. Informieren Sie Ihren Hausarzt!

Persönliche Reiseapotheke

Fehlen sollte in Ihrer Reiseapotheke auch nicht ein Fieberthermometer, eine Schere, Mittel zur Wunddesinfektion sowie Verbandmittel. Wanderfreunde unter Ihnen sollten auf keinen Fall Blasenpflaster zu Hause lassen.

Zum Schluss: Alle Arzneimittel, die sie regelmäßig einnehmen müssen (z. B. Antibabypille, blutdrucksenkende Mittel, Diabetikermedikation) sollten Sie in ausreichender Menge plus Reserve mit sich führen und stets in Reichweite haben.

Bei Flugreisen also unbedingt nicht in den Koffer, sondern mit ins Handgepäck nehmen.

Denken Sie auch daran, dass Sie Tampons, Binden und Kondome am Urlaubsort eventuell gar nicht oder nicht in gewohnter Qualität bekommen.

Dann eine gute Reise und kommen Sie gesund wieder!