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Vitamine = Lebensstoffe

Vitamine sind in aller Munde…

Mit dem Begriff Vitamine werden bestimmte lebensnotwendige (Vita – das Leben) organische Verbindungen bezeichnet, die für das Wachstum und die Aufrechterhaltung zahlreicher Körperfunktionen benötigt werden.

Einteilung

Sie werden in zwei Gruppen eingeteilt:

1. wasserlösliche Vitamine

Die anderen Vitamine - Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B12, Folsäure, Biotin und Vitamin C - sind wasserlöslich.

Die wasserlöslichen Vitamine mit Ausnahme von C, werden häufig auch unter dem Begriff Vitamin-B-Komplex zusammengefaßt. Die Speicher für die übrigen wasserlöslichen Vitamine sind dagegen so klein, dass sie den Bedarf nur für kurze Zeit decken können. (Ausnahme Vitamin B12)

2. fettlösliche Vitamine

Die Vitamine A, D, E und K sind fettlöslich. Der Körper kann für die fettlöslichen Vitamine und für Vitamin B12 relativ große Speicher anzulegen. Überdosierungen sind möglich.

Zufuhr notwendig

Vitamine können im Körper nicht oder oft nur unzureichend gebildet werden. Sie sind nur in sehr geringen Mengen pro Tag erforderlich. Aus diesem Grund müssen die Vitamine dem Körper regelmäßig zugeführt werden.

Gesunde Ernährung

Eine ausreichende Vitaminzufuhr wird am sinnvollsten durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche gemischte Kost erreicht. (5 x täglich Obst oder Gemüse)

Achtung Vitaminkiller!

Allerdings gibt es auch einige Vitaminkiller – Rauchen, einige Medikamente, z. B. die Antibaby-Pille oder Streß führen zu einem erhöhten Vitaminbedarf.

Zusätzlich sollte beachtet werden, dass Obst und Gemüse durch Züchtungen, Großproduktion und lange Transporte deutlich weniger Vitamine enthalten als unser Gartenobst daheim.

Therapeutischer Einsatz

Vitamine können aber auch als Medikamente eingesetzt werden. Für diese therapeutische Anwendung werden aber viel größere Mengen benötigt, die mit der Nahrung nicht aufgenommen werden können.

Nun folgt ein Überblick über die Vitamine

(beispielhaft - ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

1. wasserlösliche Vitamine:

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Bedeutung: stärkt Abwehrkräfte des Körpers, für Bildung und Funktion des Binde- und Stützgewebes ( Knochen, Knorpel, Zahnfleisch, Blutgefäße), verbessert Eisenaufnahme, regeneriert Vitamin E, Radikalfänger

Vorkommen: Kiwis, Zitrusfrüchten, Johannisbeeren, Sanddorn, Kartoffeln und Hagebutten, Sauerkraut

Mangel: Zahnfleischbluten, Erkältunsanfälligkeit, Leistungsabfall

Vitamin B1 (Thiamin)

Bedeutung: Energiestoffwechsel und Nervensystem.

Vorkommen:Weizenkeimen und Muskelfleisch

Mangel: Müdigkeit, Reizbarkeit, Nervenschwäche

Vitamin B2 (Riboflavin)

Bedeutung: Energiestoffwechsel

Vorkommen: Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, Fleisch, Gemüse

Mangel: Risse in den Mundwinkeln, gesprungene Lippen, Veränderungen von Haut und Schleimhäuten

Niacin (Vitamin B3)

Bedeutung: Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen

Vorkommen: Fleisch, Fisch, Milch, Ei

Mangel: Hautveränderungen, Müdigkeit

Pantothensäure (Vitamin B5)

Bedeutung: Energieproduktion, Stoffwechsel, Wundheilung

Vorkommen: Leber, Muskelfleisch, Milch, Fisch, Vollkornprodukte

Mangel: Hautveränderungen, Leistungsabfall

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Bedeutung: Stoffwechsel, Nervensystem, Immunabwehr

Vorkommen: Hühner- und Schweinefleisch, Fisch, Kohl

Mangel: Wachstumsstörungen, Muskelschwund, Hautentzündungen

Vitamin B12 (Cobalamin)

Bedeutung: Nervenstoffwechsel, Bildung der roten Blutkörperchen.

Vorkommen: Leber, Fleisch, Milch, Ei

Mangel: Blutarmut

Folsäure

Bedeutung: Wachstum und Zellteilung, Immunabwehr, bei geplanter Schwangerschaft prophylaktische Gabe: 0,4 mg/Tag

Vorkommen: Gemüse, Milch, Vollkornprodukte

Mangel: Verdauungsstörungen, Immunschwäche, Missbildungen bei Neugeborenen

Biotin (Vitamin H)

Bedeutung: Stoffwechsel, Haut und Haar

Vorkommen: Leber, Sojabohnen, Nüsse, Ei, Haferflocken

Mangel: Hautentzündungen, brüchige Fingernägel, Haarausfall, Mangel häufig bei Schilddrüsenerkrankungen auftretend

2. fettlösliche Vitamine:

Können nur vom Körper in Verbindung mit Fett aufgenommen werden. Daher empfiehlt es sich diese Lebensmittel mit etwas Fett, Öl oder fetthaltigen Lebensmitteln zu verzehren, z. B. 3 Tropfen Öl an den Salat oder ein Butterbrot.

Vitamin A (Retinol)

Bedeutung: Augenlicht und Haut

Vorkommen: Molkereiprodukte, Leber, Fisch, Ei

Mangel: Nachtblindheit, Haut – und Schleimhautschäden

ACHTUNG! hohe Dosen sind in der Schwangerschaft fruchtschädigend!

Die Vorstufe Betacarotin (Provitamin A) ist ungefährlich.

Vitamin D (Calciferol)

Bedeutung: Calciumspiegel, Calciumeinbau in das Knochengerüst, Vitamin mit Eigenschaften eines Hormons

wird durch Sonnenlicht gebildet (mindestens 30 min pro Trag),

als Wohlfühlvitamin beworben, soll erhöhten Blutdruck senken

Vorkommen: Leber, Lebertran, Milchprodukte

Mangel: Entwicklungsverzögerung von Knochen und Muskulatur bei Kindern, Knochenerweichung (Rachitits, Osteomalazie) und Osteoporose,

aber auch Stimmungsschwankungen, Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit können Mangelerscheinungen sein,

Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus und Krebserkrankungen

Vitamin E (Tocopherol)

Bedeutung: Antioxidans, Zellschutz, Schutz vor krebserregenden und entzündungsfördernden Radikalen

Vorkommen: Pflanzliche Öle, Blattgemüse, Ei

Mangel: Leistungsschwäche, gestörte Fruchtbarkeit

Vitamin K

Bedeutung: Blutgerinnung, Gegenmittel bei Überdosierungen von Blutverdünnern

Vorkommen: Gemüse, Milch und Muskelfleisch

Mangel: Blutungen