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Zink

Zink ist nach Eisen das zweithäufigste Spurenelement in unserem Körper und ist für viele Funktionen unerlässlich.

Es ist Bestandteil von vielen Proteinen unseres Körpers und für die Aktivität von mehr als 300 Enzymen nötig. Nahezu alle Organe und Stoffwechselvorgänge in unserem Körper sind auf Zink angewiesen, so das Immunsystem, die Wundheilung, Wachstumsprozesse und Zellerneuerung, der Sehvorgang, hormonelle Vorgänge und anderes.

Zink und das Immunsystem

Zink ist an der Herstellung verschiedener Abwehrzellen des Körpers beteiligt, z. B. der weißen Blutkörperchen.

Außerdem wirkt Zink auch direkt antimikrobiell, besonders virenhemmend.

Ein unbemerkter Zinkmangel kann so die Ursache für eine erhöhte Infektanfälligkeit sein.

Regelmäßig eingenommenes Zink unterstützt die Funktion unseres Immunsystems, wenn Erkältungen Hochsaison haben. Verschiedene Studien zeigen, dass die Einnahme von Zinkpräparaten nicht nur die Erkältungsdauer, sondern auch die Intensität der Symptome vermindert.

Zinkzufuhr

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zinkzufuhr für Frauen von 7 mg, Schwangere und Stillende 10 – 11 mg, für Männer von 10 mg und für Kinder je nach Alter von 3 - 10mg.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sogar 15 mg pro Tag.

Zink zählt hierzulande zu den „kritischen“ Mineralstoffen, weil eine ausreichende Versorgung mit der Ernährung nicht in jedem Fall garantiert ist. Erwachsene nehmen lt. DGE nur etwa 77% der empfohlenen Menge zu sich, d. h. eine Mangelsituation ist vorprogrammiert.

Ebenso sind bestimmte Lebensumstände mit erhöhtem Zinkbedarf für die Entwicklung eines Zinkmangels maßgeblich, z.B. Wundheilung, Operationen, Wachstumsphasen im Kindesalter, Schwangerschaft und Stillzeit. Auch erhöhte Zinkausscheidung z.B. bei Diabetes, Dialyse, Verletzungen, verstärktem Schwitzen, Alkoholmissbrauch und durch die Einnahme bestimmter Medikamente (Diuretika, Kortison, Lipidsenker, Antibabypille) führen zu Mangelsituationen. Patienten mit Darmerkrankungen (M. Crohn, Zöliakie) und Vegetarier nehmen zu wenig Zink aus der Nahrung auf.

Zinkquellen

Reich an Zink sind besonders tierische Nahrungsmittel, wie Muskelfleisch und Innereien.

Milch und Milchprodukte sind mittlere Zinklieferanten.

Obst und Gemüse sind zinkarm.

Getreide enthält viel Zink, aber auch Phytinsäure, was die Zinkaufnahme im Dünndarm verhindert.

Calcium und Phosphat beeinträchtigen ebenso die Zinkverwertung negativ.

Erhöht wird die Zinkaufnahme im Dünndarm durch Vitamin C und tierisches Eiweiß (z.B. frischer Orangensaft und magerer Aufschnitt zum Vollkornbrot).

Einnahmeempfehlung

Zur Vorbeugung von Zinkmangelzuständen wird eine regelmäßige Zufuhr von täglich 15 - 25mg Zink (Kinder 5-10mg) in organisch gebundener Form empfohlen.

Während einer akuten Erkältung kann die Einnahme auf 5 - 6 mal täglich 10 mg Zink gesteigert werden, für einen Zeitraum von 5 - 7 Tagen (vorzugsweise als Lutsch- oder Brausetablette wegen der lokalen antiviralen Wirkung).

Zinkpräparate gibt es in Form von

Brausetabletten (als Zinksulfat),

Tabletten oder Kapseln (Zinkhistidin in Curazink®, Zinkorotat, Zinkaspartat in Unizink®, Zinkgluconat in Zink Verla) und

Lutschtabletten (Zinkcitrat in Zinkletten® Verla).

Am besten aufgenommen werden vom Körper Zink-Aminosäureverbindungen. Wichtig jedoch ist die Einnahme der Zinkpräparate im Abstand von 1-2 Stunden zur Nahrung, d. h. nüchtern. Grund sind störende Nahrungsmittel, wie Getreideprodukte (s. o.)

Bei Magenempfindlichkeit können Beschwerden auftreten. Dannk kann die Einnahme auch zur oder nach der Mahlzeit erfolgen.

erhöhter Bedarf bei Diabetes

Weil bei Diabetikern die Zinkausscheidung im Urin deutlich erhöht ist, sind sie häufig von Zinkmangel betroffen. Der Körper benötigt das Spurenelement Zink im Kohlenhydratstoffwechsel, so für die Speicherung und Freisetzung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Es ist auch für die Wirkung des Insulins an den Körperzellen von großer Bedeutung.

Ein Zinkmangel hemmt die Insulinaktivität, senkt die Glukosetoleranz und verschlechtert dadurch die Blutzuckerregulation.

Weitere günstige Eigenschaften des Zinks für Diabetiker sind die antioxidativen Eigenschaften als Gefäßschutz.

Darüber hinaus wirkt Zink entzündungshemmend und ist für die Regeneration der Haut unentbehrlich, insbesondere zur Wundheilung.

Die Deutsche Gesundheitshilfe (DGH) empfiehlt eine Zinkzufuhr bei jeder Diabetestherapie: tägliche 15 - 25 mg Zink in Aminosäureverbindungen (z. B. Curazink®, Unizink®, Zinkorotat POS).